Zum Muttertag habe ich mal wieder einen unserer Lieblingskuchen gebacken und versucht, dabei zu fotografieren (mit mäßigem Erfolg). Plant zwei bis drei Tage zur Herstellung ein, der Kuchen sollte eine Nacht im Kühlschrank verbringen.
Optisch ist die kleine Torte diesmal keine Meisterleistung geworden, aber sie war super lecker! Nicht gerade ein Diätkuchen, aber eine Sünde wert. Einiges kommt ohne Mengenangabe daher, da ich das immer nach Gefühl mache...
Die Torte kann auch als Schichtdessert im Glas angerichtet werden (zusätzlich mit kleingeschnittenen, frischen Erdbeeren).
Außerdem erhaltet ihr so nebenbei noch ca. 500g Erdbeermarmelade.
Hier das Rezept für meine
Erdbeer-Masrcarpone-Torte
(18er Springform)
Zutaten:
Biskuit-Boden
3 Eier
90g Zucker
55g Mehl (ich nehme Bio-Dinkelmehl)
55g Speisestärke
1 gestr. TL Backpulver
Füllung
mindestens 1 kg Erdbeeren, für einen mit Erdbeeren bedeckten Kuchen braucht ihr mehr
500g Gelierzucker für Erdbeeren (es geht auch anderer Gelierzucker)
250 g Sahne (ich nehme Cremefine, die wird fester)
500 g Mascarpone (kann auch die leichte Variante sein)
1 Päckchen Gelatine
2 Vanilleschoten
Boden backen
Erst wird der Boden gebacken, das könnt ihr gut am Vortag machen, dann lässt er sich besser schneiden.
Backofen auf 180° O/U-Hitze vorheizen und Backpapier in eine 18er Sringform klemmen.
Eier und Zucker richtig lange zu einer fluffigen, weißen Masse aufschlagen. Mehl, Stärke und Backpulver mischen und über die Eimasse sieben. Mit einem Löffel oder Teigschaber vorsichtig unterheben, bis keine Mehlnester mehr zu sehen sind.
Teig in die Form füllen und ca 25 Min. backen. Bitte Stäbchenprobe!
Wenn der Teig nach dem Backen hoch aufgegangen ist, einfach kurz über Kopf auf ein Backgitter stellen. Den Boden in der Form abkühlen lassen und bis zur Verwendung luftdicht verpacken.
Füllung herstellen
Für die Füllung werden 1000 g Erdbeeren gewaschen und klein geschnitten. Mit dem Mixstab pürieren und nach Angabe auf der Zuckerpackung eine Erdbeermarmelade kochen. Eine Hälfte in sterile Marmeladengläser füllen und sich auf fruchtigen Brotaufstrich freuen, die andere Hälfte mit der Gelatine (nach Packungsangabe) nochmal aufkochen und anschließend kühl stellen.
Die Vanilleschoten aufschneiden und das Mark herauskratzen (wer mag kann die geöffneten Schoten auch schon in der Marmelade mitkochen). Die Sahne steif schlagen und mit dem Mascarpone und der Vanille verrühren. Die abgekühlte und fester werdende Marmelade löffelweise unterrühren und immer wieder abschmecken, bis euch die Creme erdbeerig genug schmeckt.
Es darf nachgezuckert werden, das kommt auch auf die Süße der Erdbeeren an. Wir mögen es zwar süß, aber noch mit etwas fruchtiger Säure. Der Rest der Marmelade wird auch noch benötigt.
Kühl stellen.
Der Boden wird nun zweimal zerschnitten so erhaltet ihr drei Böden.
Der erste Boden wird auf eine Tortenpappe gesetzt und mit einem hohen (mindestens 12 cm) Tortenring umschlossen.
Soweit die Theorie!
Wer keinen Tortenring und keine Tortenpappe hat, muß vorher ein wenig basteln.
Meine Form ist eckig und ich hatte keine Tortenpappe mehr da. Also habe ich ein Holzbrett mit Tortenspitze und Frischhaltefolie bezogen und das als Tortenunterlage verwendet. Es geht auch mit Alufolie und Frischhaltefolie bezogene Pappe.
Mein Tortenring passt auch nicht um die eckige Form, also habe ich Pappe mit Frischhaltefolie umwickelt. Es sieht nicht toll aus, erfüllt aber seinen Zweck.
Der erste Boden wird mit übrig gebliebener Erbbeermarmelade bestrichen. Eventuell müsst ihr diese vorher etwas cremig rühren und/oder leicht erhitzen. Darauf kommt ein Teil der Creme. Dann den 2. Boden auflegen, mit Marmelade bestreichen und Creme drauf.
Es muss nicht alle Creme in die Torte (ich mache immer so viel Creme rein, dass der jeweilige Boden und Creme ungefähr die gleiche Höhe haben), behaltet eventuell auch etwas zum einkleiden und verzieren des Kuchens übrig...
Dann wird der Deckel aufgesetzt.
Die Torte im Ring wieder kühl stellen, am Besten über Nacht.
Am nächsten Tag wird die Torte aus dem Ring befreit und dann geht es ans garnieren.
Ich verwende die übrig gebliebene Creme dazu, die Torte rundherum einzuspachteln und mit Erbeerscheiben zu belegen.
Fertig! Natürlich darf das auch ein wenig aufwändiger geschehen als bei mir! Ihr könnt Schokoriegel um den Rand stellen und festbinden, die restliche Creme mit einer Tülle aufspritzen, einen Fondantumschlag machen oder die Torte einfach so lassen, wie sie aus dem Ring kommt...
Guten Appetit!
Reste der Marmeladenmasse werden hier übrigens mit (Mandel-)Milch und frischen Erdbeeren schaumig gemixt... und um die Reste der Creme hat das Fräulein sich sehr gerne aufopfernd gekümmert.
Dies ist also mein Beitrag zum World Baking Day und da
Nic so lieb ist und eine wundervolle Küchenmaschine verlost (ein langhegter Traum), verlinke ich mein Rezept direkt mal dorthin.
Ganz liebe Grüße und einen schönen Start in die Woche
Martina